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Self-narration as survival strategy in imre Kertész Roman eines Schicksallosen Das Selbsterzählen als Überlebensstrategie in Imre Kertész’ Roman eines Schicksallosen
Abstract
The present article aims to show how the first-person narrator in Imre Kertész’s Roman eines Schicksallosen proves to be resilient through self-narration and reconstructs his fate. It is common for people to be confronted with dangerous or threatening situations in everyday life, which can escalate into trauma. In the face of shocking life situations, people react in different ways. The most effective attitude in such crisis situations is to employ strategies to survive. In the field of literature, this issue of survival in social crises is addressed, with writers staging protagonists in their literary creations who successfully continue to live despite adverse life circumstances. This essay will explore, through psychocriticism, the extent to which the first-person narrator has employed strategies to survive by narrating his traumas.
Der vorliegende Beitrag setzt sich zum Ziel, zu zeigen, wie sich der Ich-Erzähler in Imre Kertész‘ Roman eines Schicksallosen dank des Selbsterzählens als resilient erweist und sein Schicksal neu konstruiert. Es kommt häufig vor, dass Menschen mit erschütternden Lebenssituationen konfrontiert werden, die sich bis zu Traumen steigern können. In Anbetracht dieser belastenden Lebensumstände reagieren Individuen auf unterschiedliche Art und Weise. Die produktivste Haltung in solchen krisenhaften Situationen ist, Strategien einzusetzen, um zu überleben. Im Themenfeld der Literatur wird diese Problematik des Überlebens in sozialen Krisen behandelt, wobei die Schriftsteller Protagonisten in ihren literarischen Erfindungen inszenieren, die trotz widriger Lebensumstände erfolgreich weiterleben. In diesem Aufsatz wird anhand der Psychokritik eruiert, inwiefern der Ich-Erzähler dank des Erzählens seiner eigenen Erschütterungen Strategien eingesetzt hat, um zu überleben. Es wird eine Lektüre von dem Erzählten mit einem psychokritischen Fokus auf wiederkehrende Metaphernetze und obsessive Motivstrukturen nach Mauron durchgeführt.



